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Krusnoton CZ

Am Mittwoch zum Radtraining überredete mich Martin und Dirk an einem Radrennen in Tschechien teilzunehmen. Es sollte mit Abstand die schwerste Tour in meiner 25-jährigen Radsport Karriere werden.
In der Ausschreibung waren 250 Kilometer mit 4900 Höhenmetern angegeben. So dachte ich mir, mal probieren.
7 Uhr sollten in Teplitz die Qualen beginnen.

 

Am Start neben mir nur hoch motivierte Top Teams aus Tschechien und natürlich von uns Martin und die TUS Dipps-Fahrer Dirk und Falco.
Auf den ersten 30 Kilometern konnte ich mich noch im Feld halten. Dann ging es von Usti aus über einen  kleinen Pass zum Einstieg auf dem Schneeberg. Wir hatten  bis dahin schon 900 hm auf der Uhr. Dort warteten dann meine Mitstreiter Dirk und Martin, um mit gemeinsamen Kräften den Anschluss zu schaffen. Doch mit der Überlegung, dass ich noch 190 Kilometer und 3700 hm zu bewältigen hatte, lies ich die beiden ziehen. Als ich nun den vierten Anstieg zum Erzgebirgskamm Cinovec hinter mir hatte,  kam eine Truppe von der  kurze Runde. Da sagte einer, he du fährst die Lange, da hast du ja bloß noch 150.
Weiter ging es über den Stürmer zur Talsperre Flaje. Dort gab es dann die 3. Kontrolle.
Nach einer rasanten Abfahrt nach Litvinov sollte es ein letztes Mal zum Kamm (Dlouha Louka) gehen.
Irgendwie streikte mein Magen und ich beschloss, dort oben eine Kneipe aufzusuchen. Meine Lebensgeister wurden wieder durch einen Cappuccino und eine Gulaschsuppe  geweckt.
Durch diese halbstündige Pause konnte Falco auch aufschließen.
Nun konnten wir von hinten einige Gruppen und Fahrer aufrollen und um uns ein kleines Gruppetto scharen. Dies war auch nötig, da wir noch 90 km durch ein Flachstück  fahren mussten, um dann in das Böhmische Mittelgebirge zu gelangen. Hier waren dann nur zwei kleinere Anstiege mit jeweils 400 Höhenmetern zu bewältigen. Nach 11 Stunden und einem knappen 23er Schnitt kamen wir dann ins Ziel. Unsere Top Fahrer Martin und Dirk, belegten die hervorragenden Plätze 59 und 60, was einen Schnitt von 26 km/h bedeutete.
Bei diesem Profil war das eine super Leistung.
Nach und nach kamen die Fahrer aus unserem deutsch-tschechischen Gruppetto ins Ziel. Mit Schulter klopfen und Hände schütteln beglückwünschten wir uns.

Abschließend kann gesagt  werden, dass diese Veranstaltung top organisiert war. Jede Kreuzung wurde durch Hilfskräfte und Polizei für uns gesichert. Auch die Verpflegung war hervorragend.
Ich bin bestimmt im nächsten Jahr wieder mit dabei.

 

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