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Kommentar Sächsische Zeitung 5.10.12

Die Autofahrer sollten sich mit den Radlern verbünden

Kommentar: Matthias Weigel - Sächsische Zeitung vom 5. Oktober 2012 über die Aktion für den Radweg

Das hat schon was: Wo heute eigentlich jeder gegen irgendetwas ist, machen Menschen gemeinsame Sache für etwas: Nämlich den langersehnten Radweg zwischen Freital und Tharandt.

Und das nicht zum ersten Mal. Bereits vor ein paar Monaten haben engangierte Radwegbefürworter der Straßenbehörde über 2000 Unterschriften vorgelegt. Am Sonnabend nun wollen Radfahrer mit mehreren Kolonnen auf die dringende Notwendigkeit des Weges hinweisen.

Das neue Landesamt für Straßenbau in Meißen dürfte spätestens jetzt erkennen, dass der Radweg tatsächlich ein Politikum für die Leute hier ist. Und dass sie es damit ernst meinen. Der neue Leiter hatte jüngst noch erklärt, dass er sich in politische Sachen nicht reinhänge – sondern seine Arbweit lediglich auf Grundlage der geltenden Gesetze macht. Dienst nur nach Vorschrift – dass wäre in dem Fall aber unzureichend, wie die Aktionen der Menschen zeigen. Und auch die Autofahrer werden am Sonnabend merken, wie wichtig der Radweg auch für sie wäre. Und wie wichtig klare Botschaften aus den Behörden sind, dass es tatsächlich mit dem Bau voran geht.

Im eigenen Interesse sollen sie sich mit den Radfahrern für die Sache verbünden. Dann bekommen die Stimmen der Befürworter noch mehr Gewicht. Und die Behörden Druck, dass es endlich vorwärts geht.

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