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OberelbeMarathon 2011

 

 

Nervös? Nein, nicht wirklich. Der Puls ist mit 75 relativ entspannt. Eher voller Vorfreude und Begeisterung über das Bevorstehende. Das Wetter ist sensationell! Blauer Himmel. Wenig Wind. Es ist warm.

Vor wenigen Augenblicken noch stand ich dicht gedrängt im Zug mit hunderten Läufern, die von Dresden aus die bequeme fünfzigminütige Anreise nutzten.

Die Kulisse ist überwältigend schön, die sich mir und den anderen 1200 Startern hier in Königstein am 8. Mai bietet. Der Fluss liegt uns zur Rechten. Behäbig und fett fließt das Wasser; wie Quecksilber glitzert die Elbe, deren Strömung Wellen wirft, an denen sich die Sonne spiegelt. In weitem Rechtsbogen zeigt sie uns schon, wie die Strecke nach dem Start verlaufen wird. Der Frühling hat alle Botanik schon grün werden lassen. Die Blätter posen geradezu gegen die strahlende Sonne und den stahlblauen Himmel an. Alles platzt fast vor Potenz. Ein alter Raddampfer liegt am Anlieger Königsteins und lässt sein Horn laut durchs Tal tönen. Das Signal schallt lange. Über allem thront die Burg.

Ich bin bereit für das, was da kommt - weiß, dass ich alles getan habe, um die 42,195 Kilometer gut überstehen zu können. Mehr als 500 Kilometer bin ich seit Sylvester bei Wind und Wetter, Dunkelheit, Frost, Glatteis, knietiefem Schnee, ja sogar auf dem Laufband im Fitnessstudio gelaufen. Fast 1000 Radkilometer stecken schon in den Beinen. Unzählige Gymnastikeinheiten habe ich hinter mir. Der Torso ist fest, was wichtig ist. Das Gewicht habe ich beibehalten - nicht extra gehungert, um möglichst leicht zu sein. Mir geht es bis auf ein leichtes Ziehen in der Achillessehne des rechten Beins gut. Vor einer Woche habe ich es beim Radrennen um Ebersbach richtig krachen lassen - wie´s aussieht ein kleines bisschen zu laut. Egal!

Alle, die mich lieben, sind in diesen Stunden bei mir. In Gedanken oder an der Strecke. Der liebe Gott hat seine Hände auf meinen Schultern…. Mir kann nichts passieren!!!

*

Bild JPFDicht gedrängt stehe ich mit den anderen um meinen Zielzeitläufer am Start meines ersten Marathon. Mal einen ohne Rad unterm Hintern. Ein roter Luftballon schwebt über dem Mann. „3:30h“ steht darauf geschrieben. In dieser Zeit will ich ins DSC-Stadion einlaufen. Der Typ ist geschätzte 25 Jahre alt. 1,90m. Ein Traumathlet - hübscher Kerl, dessen Beine ungefähr dort enden, wo bei mir der Solarplexus sitzt. Irre!

Kathrin steht auch nur paar Meter weg von mir. Sie und Andreas - mein Freund vom SV Elbland - sind heute auch mit dabei. Sie läuft. Er coacht. Der Grund: Am nächsten Wochenende steht er beim altehrwürdigen „Rennsteigmarathon“ über die 73 Kilometerdistanz am Start.Dass er da ist - ein Glücksumstand, der mir im Verlauf der Geschichte noch zu Gute kommen wird. Er will in bestimmten Abständen an der Strecke Verpflegung reichen und seine Frau und nun auch mich motivieren.

Auch Stephan, ein ehemaliger DSC-Radamateur, der auch in der Rad-Bundesliga startete und u.a. mit Matthias Kessler um die Wette fuhr, will es heute wissen. Wir kennen uns von zwei Veranstaltungen, bei denen wir mit Marcel Wüst (ehemaliger Festina-Profi) heftig Rad gefahren sind und danach viele Bier vernichtet hatten.

Um mich herum hüpfen die meisten aufgeregt, oder eben um sich warm zu halten. Ich verschwende kein Körnchen Kraft für diesen Quatsch und habe mich auch nicht extra warm gemacht. Auf den ersten 5 Kilometern wird genügend Zeit dafür sein.

Nach diversen Ansprachen verschiedener Würdenträger knallt endlich die Pistole. Die Herde setzt sich hektisch in Bewegung. Mein Luftballon ist nach wenigen hundert Metern schon weit voraus. Das Feld ordnet sich langsam. Viele von denen, die anfangs neben mir standen, laufen extrem schnell los - genau wie der Zielzeitmann. Auch Kathrin ist nicht mehr zu sehen. Irritiert schaue ich mich um. Meine Laufuhr sagt mir, dass ich mit 4.30 min/km auch nicht zu lahm gestartet bin. Immer mehr Läufer überholen mich. Zunehmend bekomme ich Zweifel, ob ich nicht doch besser eine Schippe drauf legen soll…..

Aber genau das hat mir Birgit – eine meiner erfahrenen Marathon-Mentaltrainer – vorhergesagt. Und auch, dass ich in diesem Moment nicht den Fehler machen soll, mich da in sinnloser Tempoverschärfung leer zu rennen. Wie Recht sie hatte! Zum Ende werde ich die LäuferInnen in großer Zahl wieder einsammeln und überholen. Also pendelt sich meine Laufzeit erst einmal um 5 min/km ein und ich genieße zunächst die Umgebung - studiere die anderen Läufer. Auch viele Schaulustige und Anwohner beklatschen unseren Tross. Die Stimmung ist bei allen Super.

Bei Kilometer 5 gibt es den ersten Verpflegungspunkt mit Getränken. Ohne anzuhalten greife ich mit Gefühl einen mir hingehaltenen Becher und trinke. Wer das Grabschen des Bechers und das Weiterlaufen damit nicht geübt hat, verschüttet fast alles oder muss gar stehen bleiben. Mir gelingt das Kunststück. Mittlerweile hat sich um mich eine Gruppe gebildet, die mein Tempo läuft. Auch eine Frau mit einem eigenartigen Laufstil bewegt sich vor mir. Ihre Arme pendeln extrem zu den Seiten und ihr Oberkörper ist irgendwie verdreht. Trotzdem komme ich nicht an ihr vorbei. Noch nicht.

Meine Maschine läuft wie geschmiert, nur die Sehne meldet sich immer heftiger. Doch ich habe „Hahnemann-Doping„ mit, das mir von meiner Kräuterhexe mitgegeben wurde. Noch ein Joker, den ich spielen kann…

Vorbei an der „Bastei“ taucht schon die nächste Verpflegung auf. Diesmal schmeckt Banane und Cola. Die ersten Sambabands machen Stimmung. Klasse!

Eine kleine Gruppe älterer Läufer zieht langsam an meiner Formation vorbei. Die Männer unterhalten sich. Es hört sich an, als ob sie aus Berlin stammen. Ich beschleunige meinen Tritt und hänge mich bei den Jungs mit an. Es läuft recht gut. Mein Blick auf die Uhr bestätigt das. 4:30h/km. Meine Beine und der Rest des Körpers funktionieren mittlerweile wie eine gut geölte Maschine. So geht das bis kurz vor Pirna. Die Stadt grüßt schon von weitem mit ihrer Brücke und der Stadtmauer. Plötzlich meldet sich die Achillessehne recht deutlich. Der Schmerz ist nun nicht mehr zu ignorieren. Trotz meiner festen und stützenden, wadenhohen Laufstrümpfe hat der harte Untergrund dieser Strecke die Muskeln mit der gereizten Sehne ordentlich angegriffen.

Wir verlassen den Radweg an der Elbe und werden von den Veranstaltern durch die Innenstadt Pirnas geleitet. Auf grobem Uraltpflaster ist jeder Schritt überdeutlich zu spüren. Ich greife in die Trikottasche und hole die Globulis heraus und nehme einige in den Mund.

Am Marktplatz ist eine riesige Show im Gange und ein Streckensprecher nennt mich beim Namen und feuert mich an. Plötzlich taucht Andreas aus der Masse auf und hält mir eine Trinkflasche hin. Einige Meter läuft er neben mir und meint, dass wir uns gleich nochmal sehen. Ich könne die Flasche derweil behalten.

Und richtig. Die Strecke macht eine Schleife und ich kann ihm die Pulle bald wieder in die Hand drücken. Er meint, seine Frau sei nicht weit vor mir – ungefähr zwei Minuten. Kathrin Baum war auf der Sportschule, ist seit ihrer Kindheit Leichtathletin, die in diversen Amateur-Ranglisten seit Jahren unter den Top 10 zu finden ist und Sachsenmeisterin im Cross war. „Oh verdammt“, denke ich. Das kann nur bedeuten, dass ich viel zu schnell losgerannt bin, wenn ich so relativ dicht hinter ihr laufe.

Meiner Haxe geht es wieder etwas besser. Ich rolle bewusst mit der ganzen Sohle ab, versuche runde und geschmeidige Bewegungen zu machen. Noch geht das ganz gut.

Ein durchtrainiertes Pärchen mit ordentlichem Tempo ist nun mein Pacegeber. Wir nähern uns der ominösen Halbmarathon-Lichtschranke. Halbzeit. Ein kleiner Zwischenspurt zur eigenen Erbauung ist Ehrensache. Blinker gesetzt und vorbei. Die Beiden sehe ich bis zum Ziel nicht wieder.

Nun liegt Heidenau vor uns. Dieser Abschnitt ist nicht besonders reizvoll. Sambabands an den Verpflegungsstellen….. Das Feld ist recht auseinandergezogen. Es geht gut voran. Ich liege relativ gut in meiner Marschtabelle. Läufer die mir am Anfang des Laufes auffielen und dann enteilten, kommen mir peu á peu entgegen, bzw. ich kann sie überholen. Das gibt natürlich Motivation.

Eine Anfrage in meinen Maschinenraum wird positiv beantwortet. Nur das Bein…. Der einzige Unsicherheitsfaktor…. Wird es halten? Es muss! Vorsichtshalber nehme ich minimal raus, laufe keinen Schritt schneller als im Plan vorgesehen. Körperschwerpunkt nach links. Es sind ja noch paar Meter…

Das kostet mich am Ende doch 10 Minuten. Nur. Oder immerhin!

Andreas ist wieder zu sehen. Das gleiche Spiel wie in Pirna. Trinkflasche. Aufmunternde Worte: „Du siehst gut aus!“….Oder hat er: „Es sieht gut aus!“ gesagt? Tongue out Na ja.

Und wieder gibt mir das einen Schub. Den Abstand zu seiner Frau konnte ich halbwegs halten. Die Strecke zieht sich. Halt nichts Besonderes zu sehen. Aber ich kann immer noch den Lauf genießen. Und das ist gut!

Nun das Schild „km 30“!

Was habe ich nicht alles gehört und gelesen… Angeblich sollen nun die Körperreserven zu Ende sein. Das Leiden richtig los gehen. „Der Kampf mit sich selbst!“usw. usf..

Hm…. Ich merke davon nichts. Keiner der Sensoren schlägt an. Die zwei Gels die ich schon intus habe, scheinen wider erwarten doch was zu taugen. An der Verpflegung halte ich kurz an. Esse kleine Stücke Banane. Schütte eine Cola und Wasser hinterher und setze mich wieder in Marsch. Dieses Anhalten kann auch unter Umständen fatal sein, weil man einfach nicht wieder in Tritt kommt. Kein Problem für mich. Allerdings hatte ich das auch bei meinen bis zu 30 km langen Trainingsläufen getestet. Und da war auch nie etwas passiert. Das einzige woran ich mich erinnern kann, sind wund gescheuerte Brustwarzen…. Ha,Ha…! Sehr unangenehm! Die Lacher hatte ich auf meiner Seite. Ab da waren immer Pflaster auf meinen Hupen…. Wink

Zeitgleich mit mir kam die Wackeldame mit ihren extremen, allerdings recht schnellen Bewegungen an die „Tanke“. Sie bleibt zurück….

Kurz darauf beginnt ein interessanter Abschnitt des Laufes. Auf der anderen Seite des Flusses grüßt Schloss Pillnitz. Wir nähern uns der Fähranlegestelle, die mit Menschenmassen und Sambatruppen vollgestopft ist. Eine Superstimmung treibt mich wieder schneller vorwärts.

Wir laufen in Laubegast ein. Vorbei an einem Betrieb, in dem ich mal gearbeitet hatte und keine guten Erinnerungen an die Zeit dort habe. Glücklicherweise gibt mir das Energie, bzw. die aufwallende Wut kann ich direkt in Vortrieb umsetzen…. Ich laufe nun schon lange 4.30min/km. Laubegaster Ufer. Verpflegung. Super Stimmung. Weiter!

Mittlerweile ist ein recht heftiger Seitenwind im Gange. Sonnenschirme kippen vorm „Volkshaus“ um und Tischdecken fliegen lustig durch die Gegend. Eine kleine Windhose spielt mit den weggeworfenen Plastebechern, die in Bergen da rumliegen … Absperrbänder werden vom Wind auf die Laufstrecke gedrückt…. Das nervt irgendwie.

Die Gegend hier kenne ich gut. Hatte mal hier gewohnt. In Dresden.

Ich laufe auf meiner alten Joggingstrecke. Noch vor 10 Jahren mit 12kg mehr Gewicht am Body, musste ich mich damals gegen Kinderwagen, Skater, senile Fußgänger und rücksichtslose Radfahrer behaupten. Heute ist alles abgesperrt und mir ist noch niemand aufgefallen, der gegen den Läufer-Strom schwimmen muss. Vorbei an den alten Bootshäusern der Ruderclubs mit ihren Schienen quer über den Weg hinunter zum Wasser, schnaufe ich vor zum “Blauen Wunder“.

Ein junger Typ, der vor mir läuft, fällt mir auf: durchtrainiert, ganz der Läufer - hat starke Probleme. Er taumelt wie ein Pinnball auf dem Weg hin und her. Bleibt schließlich stehen und setzt sich einfach hin. Vollkommen am Ende! Wer weiß, was er für Probleme hat. Anhalten kann ich schlecht. Geholfen wird ihm ganz sicher, denn er hat ja fast den Verpflegungspunkt am „Blauen Wunder“ erreicht, der in Sichtweite ist. Mich berührt das. Ich gebe ihm im Vorbeirennen einen ganz zarten Klaps auf die Schulter. Sicherlich wird er totunglücklich sein. So kurz vorm Ziel die Waffen strecken zu müssen….

Das “Blaue Wunder“. Viele Kindheitserinnerungen verbinden mich mit diesem Ort. Oft habe ich hier heimlich mit meinen Freunden gespielt….als dickes Kind….

Viele Schaulustige stehen auf der Brücke, auch im Schillergarten. Die Sambarhythmiker geben wieder alles. Volksfeststimmung allenthalben. Dicht gedrängt geben sie ein Spalier wie bei der Tour de France.

An der Verpflegung halte ich mich nicht weiter auf. Eine Cola und Wasser….

Am „Johannstädter Fährgarten“ soll es ein Bier geben. Na dann! Ab die Post! Selbst „Radeberger“ würde ich mir jetzt einfüllen!

Das Tempo ist unverändert. Der Wind schiebt in Böen gewaltig von der Seite. Für die Elbschlösser habe ich nun keinen richtigen Blick mehr. Das Sehfeld ist nun ganz schön klein geworden. Das ist aber normal. Es wird nun langsam heftig. Die Beine schmerzen. Der Stoffwechsel läuft auf Fett. Ich verbrauche mich quasi selbst und das ist irgendwie komisch, das Gefühl ist irgendwie unheimlich. Manche spüren das nicht. Ich schon.

Aber: Es ist fast geschafft! Weit ist es nun nicht mehr. Noch 7 oder 8 Kilometer.

Meine Sehne läutet Vollalarm, aber ich habe gerade Globulis eingeworfen. Die Wirkung setzt fast sofort ein. Wer das, wie ich auch am Anfang, als Unsinn abgetan hat, dem sei gesagt: Es funktioniert! Wie? Keine Ahnung! Ist mir aber auch Wurst, wenn´s damit möglichst schnell und schmerzarm vorwärts geht!

Die Baustelle der „Feldschlösschenbrücke“ taucht auf. Zwei kleine Jungs feuern die Läufer an. „Jean-Pierre….hopp,hopp,hopp“…. Rufen sie. Schon wieder wundere ich mich woher die meinen Namen kennen. Auch in Laubegast riefen manche meinen Namen. In Pirna dachte ich, dass der Streckensprecher eine Liste hat. Aber hier? Gut, ich bin ja nun nicht völlig unbekannt (ha, ha), aber das wunderte mich schon.

Mein nun liebster und fast einziger Gedanke ist nun der an das angekündigte Bier. Eine Fatamorgana.. Langsam kommt Johannstadt, also der Fährgarten in Sicht. Allerdings kein Stand mit Bier!!!!! So ein Mist, verdammter!

Also weiter vor zum Terassenufer mit seinen Anlegestegen der Dampfer. Hier war nun der Punkt an dem ich mir eigentlich den Startschuss zum Zielsprint geben wollte. Unglaublich, wie gut ich mich trotz der Sehne noch fühle. Allerdings setze ich meinen „Point of no return“ weiter nach hinten. Zum Landtag. Der Weg hinter dem Italienischen Dörfchen macht eine kleine, aber heftige Welle. Danach will ich die letzten Reserven gnadenlos abfackeln.

Dort angekommen verschärfe ich das Tempo. Bald müsste auch der Fotopoint kommen, an dem das Bild gemacht werden soll, das mich als heroischen Finisher kurz vor dem Ziel zeigt. Eine Kamera mit Riesenobjektiv steht nicht weit weg am Rand. Und ein Fotograf liegt auf der Lauer. Also „Radteam“-Trikot zu, Mütze gerichtet und das schönste Lächeln aufgesetzt….. Der Typ winkt ab: „Nee, een Stücke musste noch….“, meint er. „Oooch nee!“, denke ich. Der eigentliche Fotoheini steht dann noch 500 m weiter. Also das gleiche Spiel nochmal. Auf diesen 500 Metern bin ich aber bereits um viele Jahre gealtert. Das Bild … Na ja.

Mittlerweile betteln alle Organe und der Rest von dem Zeug, mit dem ich ausgestopft bin darum, endlich diesen Schwachsinn zu beenden. Mir dämmert es, dass ich den Zündpunkt der letzten Raketenstufe ruhig noch weiter zum Ziel hätte setzen können. Aber dazu ist es nun zu spät!

Allerdings bin ich quasi da. Unter der Marienbrücke hindurch bin ich nun schon ganz nahe am DSC-Stadion. Nach einer Links-Rechts-Kurve keuche ich ins Stadion hinein, mit einem mittlerweile recht uneleganten Laufstil. Nun die letzten 300 Meter und eine fünf Jahre ältere Frau vor mir, die mich gerade erst überholt hat. Sie schlägt mich um 2 Sekunden und wird am Ende in ihrer AK sechste.

Gegen ihren Zielsprint habe ich nichts, aber auch gar nichts mehr im Ärmel, obwohl ich nun auch sprinte….

Ein Wahnsinn!

Mit 3:40h komme ich mit 10 Minuten hinter meiner anvisierten Zeit ins Ziel. Für meinen ersten Marathon nicht schlecht (wurde mir im Nachhinein gesagt). Kathrin Baum ist 3 Minuten vor mir im Ziel eingelaufen und in ihrer Altersklasse Dritte geworden. Stephan kommt über eine Stunde später als ich ins Ziel.

Überglücklich liege ich mir mit Andreas in den Armen. Hat sich der ganze Aufwand doch gelohnt! Auch er hat mich im Vorfeld beraten.

Fazit: 218. Platz von 1200 Startern. In meiner AK 29ster von 114 Startern.

Wir feierten noch bisschen mit Bier und Nudeln. Meine Familie kam nun auch zur Feier des Tages. Meine Frau war ganz erstaunt, dass ich schon im Ziel zu finden war. Tja.

Als ich dann im Stadion meine Startnummer in den Händen hielt wusste ich auch, warum mich alle beim Namen kannten…. NA KLAR: Der stand ja groß auf der Startnummer! …. :o)

Also wer als Radfahrer über den Winter noch ein Trainingsziel sucht, sollte sich mal einen Lauf-Marathon vornehmen. Oder eben einen Halbmarathon. Oder wenigstens 10 Kilometer.

Den 73 km Rennsteiglauf habe ich im Hinterkopf….. Vielleicht…. Laughing. Schauen wir mal.

Viel Spaß beim trainieren!

Danke nochmals an alle, die mich bei der Aktion unterstützten und denen ich mal wieder auf die Nerven gehen durfte!!!!

Jean-Pierre

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